Demokratische Rechte

Tradition und Moderne

Gender, Mainstream und andere Empfindlichkeiten!

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Kaum etwas geistert ähnlich penetrant durch den Raum öffentlicher Diskurse wie „Gender“. Die Grünen haben gar extra eine „Gender Kommission“, die immerhin im Jahr 2007 etwas erarbeitet hat das sich „Gender-Guidelines“ nennt. Der Inhalt ist dabei nicht der Rede wert (Es geht um Mentoringprogramme und Frauenqoutierung) und steht damit symptomatisch für eine Diskussion, die nicht nur mit ungeheurem Aufwand betrieben wird, sondern dazu den Anspruch erhebt tiefgreifend ins gesellschaftliche Gefüge einzugreifen. Aber was steckt dahinter? Wieso muss man sich hinter einer englischen Plattitüde verstecken? Und wo soll es hingehen?

Fragen auf die es kaum eine Antwort geben kann. Man weiß ja nicht mal um wen es überhaupt geht und was nun zu „Gender“ gehört und was nicht. Eine einhellige Definitionen gibt es nicht und so streitet man sich leidenschaftlich über die Akzentsetzung zwischen sozialem und sexuellen Geschlecht, debattiert über die Einordnung von Transsexuellen und fragt sich welche der gefühlten 1,4 Mio. Richtungen im Feminismus nun wahrhaft einen „Genderstandpunkt“ vertreten würde. Inhaltlich geht es wohl um so etwas wie „soziale Identitäten“, reden tut man in diesem Zusammenhang aber nur von Frauen. Dass auch Männer nicht alle auf den gleichen sozialen Background verweisen können wird nicht diskutiert. Dabei ist die Idee dahinter ja nicht mal so falsch, es ist schon interessant zu sehen wie sich soziale Indikatoren auf die gesellschaftliche Entwicklung eines Individuums auswirken. Nur leider macht man den Fehler aus überhaupt nicht falsifizierten Thesen schnell auf angeblich nötige Maßnahmen zu schlussfolgern.

Ist der Anteil der Frauen im hohen Management sehr gering, muss natürlich eine männlich induzierte Diskriminierung dahinter stehen. Wird der Migrant nicht bevorzugt behandelt, stecken die weißen Europäer, natürlich nur die des männlichen Geschlechtes, dahinter. Nach anderen Gründen, als denen der sozialen Herkunft fragt man nicht mehr. So ist es in der Gender-Debatte auch untergegangen, dass 80% der Lehrer an Grundschulen Frauen sind, von Männerdiskriminierung keine rede, vielmehr könnten Frauen wohl besser mit Kindern umgehen. Diese Heuchelei ist dabei kein Problem sondern vielmehr Voraussetzung für den Erfolg einer kleinen Minderheit unter den Feministen, denen egal ist, dass nur Männer zum Bund und zum Zivildienst müssen um dort wertvolle Monate ihres Lebens zu verschwenden. Immerhin wären Frauen die letzten, ja…wohl 5 Mio. Jahre diskriminiert worden. Da kann es jetzt mal nicht schaden, auch mal Männer zu unterdrücken. Jede Frauen- und Migrantenqoute hebelt dabei die Idee der „Gleichberechtigung“ weiter aus. Gleichberechtigung bedeutet, dass jeder die Möglichkeit hat auf ein Gymnasium zu gehen und nicht von vornherein davon ausgeschlossen wird. Es bedeutet nicht, dass jeder am Ende auch wirklich sein Abi bekommt. Oder allgemeiner: Gleichberechtigung bedeutet das jeder die Möglichkeit hat etwas zu versuchen, nicht, dass man es am Ende auch bekommt oder erreicht.

Aber um Gleichberechtigung geht es lange nicht mehr, es geht darum die Wählergruppe „Frau“ zu besänftigen. Ob sich die in ihrer Gesamtheit nun für die kategoriale Einordnung der Transsexuellen in unsere Gesellschaft interessiert oder nicht ist egal, und auch ob nun alle Frauen die Strafmilderungsgründe für den  neuesten kriminellen Migranten, der ja von uns Deutschen so böse diskriminiert würde, nachvollziehen können ist egal. Gender Mainstream hat es geschafft unter einem schwammigen Begriff und der einhergehenden pseudomoralischen Legitimation alles mögliche zu subsumieren. Wer daher gegen die bevorzugte Einstellung von schlecht ausgebildeten Zuwanderern ist, muss natürlich auch gegen die Gleichberechtigung der Frau sein.

Kritik also unmöglich. Oder wer möchte schon gerne als „weißes – chauvinistisches Rassistenarschloch“ gehandelt werden…männlichen Geschlechts natürlich!?

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Written by cash87

28.02.09 um 00:56:39

Veröffentlicht in Gesellschaft

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