Demokratische Rechte

Tradition und Moderne

Ansichten der „Demokratischen Rechten“ im CPF und Deutschland

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Menschenbild:
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Viele Unterschiede zwischen „linken“ und „rechten“ Ansichten können auf Differenzen im Menschenbild
zurückgeführt werden. Liberale Ansätze, denen ein grundsätzlich gutes Menschenbild von ihrem Wesen nach
guten, vernünftigen, individuell-freien Menschen zugrundeliegt, glauben daher, durch Zurückdrängung
sozialer Zwänge (Normen, Traditionen, Staat) eine friedliche Gesellschaft herbeiführen zu
können. Verbrechen und Feindseligkeit sind beispielsweise dann durch gesellschaftliche Missstände
und eben diese Zwänge erklärbar. Dagegen halten wir, dass die prinzipielle Möglichkeit der Bosheit
des Menschen nicht wegdefinierbar ist, und dass Sitten, Gesetze und deren Sanktionierung daher Element
jeder menschlichen Ordnung zu sein haben.

Ökonomie:
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Die Demokratische Rechte befürwortet eine freie Marktwirtschaft. Allerdings hat diese dem Menschen zu
dienen, und nicht des Selbstzwecks wegen zu existieren. Die ursprüngliche Idee der Wirtschaftslehre war
es, durch Spezialisierung und Handel den Nutzen der Menschen zu vergrößern. Heutige pervertierte Formen
dieser Idee haben die Logik umgekehrt, nunmehr sollen die Menschen sich so spezialisieren und verhalten,
dass sie dem Handel dienen. Alles, was sich hierbei nicht zahlenmäßig in der Logik von Angebot und
Nachfrage ausdrücken lässt, wird als unsinnig zurückgewiesen, darunter auch alle Ideen, sozialen Ziele
und kulturellen Eigenheiten. Demgegenüber halten wir, dass die Politik in den für die Gesellschaft
wichtigen Fragen das Primat gegenüber der Wirtschaft zurückerlangen soll.

Nationalstaat und EU:
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Die Europäische Union ist eine historische Chance für Frieden und Einigkeit in Europa. Allerdings muss
aufgepasst werden, dass die Menschen dieses unpersönliche, zunehmend undemokratische Gebilde nicht als
Bedrohung für ihre Identität und Freiheiten ansehen. Der nicht-legitimierte Souveränitätstransfer von Berlin
nach Brüssel hat bereits ein gefährliches Ausmaß angenommen. Wir sind für eine konsequente Umsetzung des
Subsidiaritätsprinzips, nachdem wirklich nur diejenigen Kompetenzen an die EU abgetreten werden, die auf
nationalstaatlicher Ebene nicht mehr gelöst werden können. Das Völkerrecht auf Selbstbestimmung darf nicht
unterminiert werden durch eine kleine, zunehmend bevölkerungsfremde, technokratische Elite.

Kulturerhalt:
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Globalisierung, Individualisierung, Auflösung sozialer Bezugsgruppen, Konsumkultur und Einwanderung
haben zu einem dramatischen Kulturverlust in Deutschland geführt. Kultur ist nicht nur die staatlich
subventionierten Opernhäuser, sondern im eigentlichen Sinne Werte, Normen, Traditionen, Handlungsweisen.
Traditionelle Werte wie Höflichkeit oder Disziplin, aber auch Lieder, Märchen, regionale Dialekte und
Bräuche sind im Verschwinden begriffen. Stattdessen gleichen sich Bauwerke, Kleidungsstile, Musik, Sprache
immer mehr einem Einheitsbrei an, den wir als Kulturverarmung und nicht wünschenswert erachten. Eine solche
verarmte Konsumkultur kann auch nicht von Einwanderern „kulturell bereichert“ werden, weil sie jegliches
Eigenes verneint, und daher nicht bereichert, sondern nur ersetzt werden kann.

Demographie:
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Die Kinderarmut ist ein Problem, aber es kann und sollte niemandem vorgeschrieben werden,
wieviel Nachwuchs er zu zeugen habe. Das Phänomen wird vor allem problematisch, wenn versucht
wird, fehlende Kinder durch Einwanderung zu „ersetzen“, was in allen bekannten Gesellschaften
soziokulturelle Probleme nach sich gezogen hat.
Des Weiteren werden die Industrienationen auf diese Weise zum Auffanglager für Länder, die ein
Interesse daran haben, ihren eigenen Bevölkerungsüberschuss zu „exportieren“. Weder liegen dafür
hier die Kapazitäten vor, noch ist diese Art der Problemlösung sinnvoll. Wissenschaftler haben
längst den Zusammenhang zwischen Bevölkerungsexplosionen und kriegerischen Bewegungen nachgewiesen,
das galt etwa für Europa während des Imperialismus, und es gilt heute vor allem für die arabischen
und afrikanischen Staaten, deren Generationen sich teilweise infolge von sechs und mehr Kindern pro
Frau stetig verdreifachen. Die islamische Welt etwa wuchs von 150 Millionen im Jahre 1900 auf über
1,5 Milliarden, und damit um mehr als den Faktor 10, in gerade mal 100 Jahren, also vier Generationen,
an. Um diesen Ländern die Selbstverantwortlichkeit nahezulegen, müssen sie insbesondere der Möglichkeit
beraubt werden, ihre jungen, perspektivlosen Bevölkerungsschichten nach Europa zu entsenden.

Einwanderung:
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Die Demokratische Rechte ist nicht grundsätzlich gegen jede Form von Wanderungsbewegung.
Sie weist aber klar darauf hin, dass ab einem gewissen Grad immer Probleme mit Immigration
verbunden sind. In deutschen Großstädten liegt der Anteil der Migranten an den Kindern bei
60% und mehr. Eine Integration in eine „Mehrheitsgesellschaft“ ist hier längst nicht mehr
möglich. Unter diesen Voraussetzungen sind weitere Einwanderungsbewegungen abzulehnen. Unter
ihnen haben die Migranten selbst am meisten zu leiden, da immer größere Migrantengruppen
eine immer schwerere Eingliederung in die Gesellschaft und zunehmende Perspektivlosigkeit zur
Folge haben. Weitere Einwanderung ist schon aus diesen Gründen für alle hier lebenden Menschen
ungünstig. Zudem treten durch die Entwurzelung dieser Menschen verschiedenste Probleme auf,
viele Menschen fühlen sich zwischen zwei Stühlen, da sie ihre Herkunftskultur hier nicht
vollständig leben können, eine Assimilation, wie sie bei früheren Einwanderungsbewegungen der
Fall war, aber aufgrund der hohen Zahl an Einwanderern und ihrer politischen Unerwünschtheit
kaum möglich ist.

Christliche Kultur:
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Von unserem Kalender und dem Wochenrhythmus über Werte und Traditionen bis hin zu Essen, Architektur
und Sprache ist unser Leben in weiten Teilen der christlichen Kultur geprägt. Dieses Erbe gilt es
anzuerkennen, es ist nicht wegdefinierbar; auch Reformation und Aufklärung fanden innerhalb einer
christlichen Gesellschaft statt und kamen nicht aus dem nichts, oder aus einem im Nachhinein erdachten
Naturzustand. Kultur ist aber selbstverständlich nichts unveränderliches, das christliche Erbe impliziert
also nicht zwangsläufig eine ebensolche Zukunft. Bevor man sich aber förmlich und ideell vollends
jeglicher christlichen Tradition entledigen will, sollte man in Betracht ziehen, dass diesem nicht
das kulturelle Nichts, oder die wurzellose Grundgütigkeit der Menschen folgen muss, sondern dass
es wahrscheinlicher ist, dass an die Stelle eines gefestigten Werte- und Handlungssystem eine Beliebigkeit,
ein Kulturmarkt treten wird, auf dem sich jeder unverbindlich bedienen kann. Dadurch verliert eine
Gesellschaft jedoch an gemeinsamen Werten und ihren Legitimationsgrundlagen, denn rein rational sind
Weihnachten oder der arbeitsfreie Sonntag nunmal nicht rechtfertigbar. Es bedarf daher keines
Gottglaubens und keiner ausgeprägten Bibelfestigkeit, die Rolle des Christentums für die Gesellschaft
und die Schwierigkeiten, die mit seiner völligen Verbannung einhergehen würden, zu erkennen.

Diesen Text hat Zeitgenosse2030 geschrieben.

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Written by Preuße

13.06.08 um 10:37:11

Veröffentlicht in Ansichten

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