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Patriot sein (in Süd-Tirol)
Ein neuer Artikel zur Süd-Tirol Frage in der „Jungen Freiheit“ (äußerst lesenswert http://www.jungefreiheit.de/index.php?id=268&tx_ttnews[tt_news]=74623&tx_ttnews[backPID]=&no_cache=1 ) machten mir deutlich, dass unser Überlebenskampf weiterhin ein bedeutendes Thema auch in der Bundesrepublik ist und bleibt. Deshalb möchte ich euch meine Gedanken (schon etwas älter) zu meiner Heimat nicht vorenthalten:
Rein rational ist es nicht verständlich, trotzdem werden mich viele Patrioten verstehen. Patriotismus ist unerklärlich, es ist das schönste und stolzeste aller Gefühle. Es ist das Gefühl für seine so geliebte Heimat eintreten zu dürfen und zu müssen, allein aus Gewissensgründen. Sein Vaterland mitzugestalten und zu erhalten. Es zu achten, zu pflegen und ihm Glanz erstrahlen zu lassen. Wenn nötig, alles, sogar sein Leben, zu geben für die Gemeinschaft, sein Volk, seine Heimat. Seine kleine Welt.
90 Jahre Besatzung Süd-Tirols
Am 4. November 1918 marschierte Italien, trotz Friedensabkommen mit Österreich-Ungarn in unsere Heimat ein. Damit begann Unterdrückung, Trennung und Italienisierung. All dies geschah gegen den Willen der Süd-Tiroler und somit aus rein imperialistischen Gelüsten. Die nachfolgenden Begründungen, (die teils mit gefälschten Karten unterlegt wurden) dass Süd-Tirol seit Römerzeiten italienisches Gebiet gewesen sei entsprang nur dem deutschfeindlichen Geist der Welschen.
Zusätzlich sind zwei Fakten (!) besonders hervorzuheben: Italien warVerursacher des Gebirgskrieges, in dem es den seit 1882 bestehenden Dreibund brach und 1915 der k.u.k Monarchie den Krieg erklärte. Dieser verräterische Akt alleine war dem neuen, selbsternannten Römischen Reich wohl nicht genug. Sie huldigten und huldigen den siegreichen Helden, die den Barbaren „Sprache, Gesetze und Künste“ gebracht hätten. Und das obwohl kein Italiener im Krieg Etschländer Gebiet betreten hat. Dies geschah alles in Friedenszeiten. Sich damit auch noch zu brüsten, lässt auf einen nicht sonderlich ausgeprägten Ehrlichkeitssinn deuten.
Kommen wir zurück zum hier und jetzt. Auch heute missbrauchen Neofaschisten Tempel und verschiedene andere Relikte. Richtig angekommen sind diese Bürger jedoch nie in Süd-Tirol. Sie verstecken sich hinter der italienischen Tyrannei, hinter ebendiesen Denkmälern. Bei sportlichen Großveranstaltungen gesellen sich auch noch ein paar Duce-Flaggenträger hinzu. Wäre ich nicht Tiroler und als solcher von diesen Eskapaden betroffen würde ich dieses Gehabe als einfachenMinderwertigkeitskomplex abtun. Aber so einfach ist es nicht. Vielmehr ist es eine nie verarbeitete und bewältigte Vergangenheit. Es gibt eine Lösung für dieses Problem, die von mir und vielen anderen immer wieder geforderte Selbstbestimmung. Das „Los von Rom“ ist auch ein Los vom imperialistischen Geist und ein Los vom neofaschistischen Gebaren.
